Projekt Haiti

Projekt zu Gunsten einer Schule in Balan (Haiti)

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Informationen zu unserem Projekt in Haiti

 

(Stand: Dezember 2014)

 

2013/2014 war das zweite Schuljahr, in dem unser Gymnasium die Schule Collège Simon Bolivar de Balan in Haiti unterstützte, an der Soeur Jacqueline seit mehr als zwei Jahren als Schulleiterin tätig ist.

 

In ihren E-Mails schreibt sie von Fortschritten an der Schule in Balan und verbindet ihre Nachrichten stets mit großem Dank an euch / an Sie, die das durch ihr Engagement möglich gemacht haben. Im Schuljahr 2013/2014 berichtete sie vor allem von folgenden Projekten, die sie mit Hilfe unserer Spendengelder realisieren konnte:

 

- Bücher für die Kinder

 

- Bücher für eine Schulbibliothek

 

- Didaktische Poster und Schautafeln zum Aufhängen in den Klassenzimmern

 

- ein Fernseh- und DVD-Gerät, das für Projekteinheiten am Freitag Nachmittag, zum Vorführen von didaktischen Lehrfilmen u.ä. benutzt wird.

Da die Schule noch nicht über elektrischen Strom verfügt, wird das Gerät für entsprechende Projekte mit dem Generator der Schwestern betrieben.

 

- CDs und DVDs für o.g. Projekteinheiten

 

- eine Exkursion zum Nationalmuseum „MUPANAH“ in Port-au-Prince mit Schülerinnen und Schülern der 3., 4., 5. und 6. Klasse.

Eine solche Fahrt ist im Lehrplan vorgesehen, bisher konnte sie aber mangels finanzieller Mittel nicht durchgeführt werden. Soeur Jacqueline schreibt: «Nous sommes allés à mupanah avec les élèves des 3è,4è,5è et 6è et les profs, cela a été profitable pour tout le monde, c'est notre première sortie.»

 

Auch von meiner Seite ein herzliches Dankeschön an euch / Sie alle, die großen Einsatz für unser Projekt gezeigt und ihren Beitrag geleistet haben, dass die Schule in Balan diese Unterstüzung erfahren konnte.

 

U. Großmann

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Nouvelles d’Haïti – Neues aus Haiti

(Stand: 06.09.2013)

 

Beginnen möchte ich mit einem großen Dankeschön für all die vielen großen und kleineren Aktionen, die ihr/Sie alle, liebe Schüler/innen, Kolleg/innen und  Eltern im vergangenen Schuljahr organisiert, durchgeführt und mitgetragen habt. Auch Soeur Jacqueline, Schulleiterin des Centre Educatif Simon Bolivar de Balan (so heißt die Schule mit offiziellem Namen), und Père Gabriel, Projektleiter, drücken immer wieder ihre große Dankbarkeit für die Unterstützung aus, was ich hiermit ganz explizit an alle weitergeben möchte. Pater Gabriel zeigte sich in seinem letzten mail besonders davon beeindruckt, dass gerade auch Kinder und Jugendliche so viel Engagement bringen.

 

Was den Stand in Balan an der Schule angeht, kann ich die letzten Informationen so zusammenfassen: Soeur Jacqueline berichtet, dass sie inzwischen geeignete Tische finden konnte und dass Bücher angeschafft wurden. Ein weiterer Teil unserer Spende wurde für Tinte verwendet, so dass das schuleigene Fotokopiergerät wieder in Betrieb genommen werden konnte. Den verbleibenden kleinen Rest investierte sie in Lebensmittel für die Schulkantine.

Soeur Jacqueline erzählt von folgender Erfahrung in diesem Zusammenhang: Hunger ist ein großes Problem für viele Kinder an der Schule, deshalb wird ja täglich für die Schüler/innen in der Schulkantine eine kostenlose warme Mahlzeit zubereitet. Da aber die finanziellen Mittel der Schule sehr knapp sind, hat sie eine Elternversammlung einberufen und dort die Eltern um einen Beitrag für das Essen gebeten: 25 $HT (haitianische Dollar, was einem Betrag zwischen 2 und 2,50 € entspricht) pro Trimester. Sie ist damit auf totale Ablehnung bei den Eltern gestoßen. Ihren Worten ist zu entnehmen, dass es einen ziemlichen Eklat gegeben haben muss. Wenn man diese Reaktion vor dem Hintergrund betrachtet, dass viele (oft große) Familien ohne festen Job und regelmäßiges Einkommen auskommen müssen, wirft das vielleicht ein anderes Licht darauf…

Während der ganzen Zeit meines Aufenthalts befand sich ein Toilettenhäuschen für die Grundschule (1. – 6. Klasse) im Bau. Bis vor kurzem gab es für Schüler/innen und Lehrkräfte keine entsprechende Einrichtung an der Schule. Zu Beginn des letzten Schuljahres waren die Toiletten – bis auf den Wasseranschluss – fertiggestellt. Durch die Hurrikans Isaac und Sandy verzögerte sich die Inbetriebnahme jedoch. Mittlerweile funktionieren die Toiletten!!! Das wird u.a. auch ein Aufhänger dafür sein, mit den Kindern verstärkt über das Thema Hygiene zu arbeiten – man berichtete mir von entsprechenden Planungen.

Im Zusammenhang mit unserer Spende hatte ich Soeur Jacqueline auch vorgeschlagen, bessere Tafeln anzuschaffen, da auf den meist hellbraunen Spanplatten die weiße Kreide oft schlecht lesbar war. Darum hatte sie sich jedoch bereits gekümmert und das Problem gelöst, indem sie die Tafeln mit einer geeigneten Farbe streichen ließ.

 

Über weitere Anschaffungen mit unserem verbleibenden Spendengeld bin ich im Gespräch sowohl mit Soeur Jacqueline als auch mit Père Gabriel. Im Moment stehen folgende Ideen und Vorschläge im Raum: Stühle für die Schule, Lernplakate und/oder geographische Karten zum Aufhängen in den Klassenzimmern, (Teil-)Stipendien für einige Schüler/innen (z.B. über die Höhe des Schulgeldes; bislang 500 HTG – haitianische Gourdes - pro Jahr, was weniger als 10 € entspricht), ein Fernseher (Soeur Jacqueline stellt sich vor, ein Angebot am Freitag Nachmittag mit didaktisch aufbereiteten Dokumentationen, Filmen u.ä. zu machen). Zwar gibt es an der Schule nach wie vor keine feste Stromversorgung; über den Generator der Schwestern könnte das Gerät jedoch betrieben werden. Père Gabriel sieht als wichtigstes anstehendes Projekt den Bau eines Zaunes um das Gelände der Grundschule, da man immer wieder mit Zerstörungen durch Fremde von außen zu kämpfen hat. Das sei zwar ein größeres Projekt (er spricht von 39.000 US$), das aber eben deshalb nur in kleinen Etappen umgesetzt werden könne, weshalb auch dafür jeglicher Zuschuss sehr willkommen wäre.  

 

Soweit der Stand der Dinge. Wie immer bin ich über Rückmeldungen, Anregungen aller Art sehr dankbar auf freue mich auf einen regen Austausch und neue Aktionen im kommenden Schuljahr.

 

U. Großmann



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