Hilfsprojekt Bangladesch

Unser Partner - Projekt: Die Slumschulen von Dhaka, Bangladesch

(Verantwortlich Michael Renner, Schulleiter)

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Allgemeine Projektinformationen

Seit 1991 errichtet der bengalische Koordinator der German Doctors, Mr. Aminul „Babul“ Hoque, verschiedene Schulen für Slumkinder. Er selbst entstammt ärmsten Verhältnissen, hatte aber in einem Australier und einer christlichen Ordensgemeinschaft Förderer, die ihm selbst eine sehr gute Ausbildung ermöglichten. Er schaffte so den (Aus-) Aufstieg aus dem Slum. Doch er wollte etwas von der selbst empfangenen Unterstützung zurückgeben und widmet sich seitdem der Arbeit im Slum. Mit Hilfe und Unterstützung der German Doctors baute er in den Slums eine engmaschige medizinische Versorgung auf. Bald sah er, dass die medizinische Hilfe zwar für den Moment sehr hilfreich ist, daneben über ein gutes Bildungsangebot für die Kinder aber auch eine Zukunftsperspektive geschaffen werden muss. Dies bietet er nun in „seinen“ Slumschulen möglichst vielen Kindern, Mädchen und Jungen, an. Sie haben hier die Möglichkeit zum täglichen Schulbesuch.

Aus eigener Erfahrung weiß er, dass Bildung bzw. Ausbildung der Schlüssel für eine bessere Zukunft ist. Rechnen, Lesen und Schreiben sind überall das elementare Rüstzeug. In drei Grundschulen und einer High School erhalten inzwischen fast 1.600 Kinder eine Grundausbildung. Erste Absolventen der High School haben studiert und einige davon stehen als „Teacher“ nun selbst in ihrer ehemaligen Slumschule. Damit möglichst viele Schüler/-innen zur Schule gehen können, findet der Unterricht im Schicht-betrieb statt.

Zudem werden die Schülerinnen und Schüler mittags mit Essen versorgt, um einer Unterernährung und damit einhergehenden Folgeerkrankungen vorzubeugen. Mit diesem „feeding programm“ wird außerdem sichergestellt, dass die Kinder nicht für den Lebensunterhalt der Familie arbeiten oder betteln gehen müssen. Die Schüler der High School können über den Besuch berufsvorbereitender Kurse auch einen Beruf erlernen, zum Beispiel als Friseur oder im Bereich der Computeranwendung.

Mit 120 Euro kann man in Dhaka 120 Kinder für ein komplettes Jahr mit Schulmaterialien ausstatten. Ob für Schulmaterialien oder andere Belange der Schulen – hier können unsere Spenden aus dem Schwitztag oder zuletzt vom Weihnachtsbasar konkret und sinnvoll investiert werden.

Informationen zu Bangladesch


Bangladesch ist mit ca. 160 Mio. Einwohnern der am dichtesten besiedelte Flächenstaat weltweit. Gleichzeitig gehört es zu den ärmsten Ländern der Erde: 32 % der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze. Das jährliche Bevölkerungswachstum liegt in den Städten bei 25 %. Die Mehrheit der Menschen in den Städten hat immerhin Zugang zu sauberem Wasser, aber nur für 20 % gibt es geschlossene Latrinen.

 

 

Ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung, besonders der Kinder, ist unterernährt. So sind 41,3 % der Kinder unter fünf Jahren in Bangladesch untergewichtig, in den urbanen Slums sind es sogar über 50 %. Dort kommt die Hälfte der Neugeborenen bereits mit einem zu niedrigen Geburtsgewicht zur Welt. 73 von 1000 Kindern sterben vor ihrem fünften Geburtstag – im Vergleich dazu sind es in Deutschland fünf von 1.000.

Informationen zu den German Doctors


Unsere Partnerorganisation „German Doctors“ entsendet regelmäßig ehrenamtlich arbeitende Ärzte nach Bangladesch und in weitere Länder, in denen die Organisation Projekte durchführt. So nahm der Nesselwanger Arzt Dr. Karl Kieferle mehrmals an diesem Programm teil und leistete hierbei im Slum von Dhaka wertvolle Arbeit.                              Im vergangenen Jahr 2014 konnte sie 15 unentgeltliche Ärzteeinsätze verbuchen.                              In Bangladesch fährt das Ärzte-Team täglich für einen halben Tag in die Slums von Dhaka, um dort Ambulanzsprechstunde zu halten. Die andere Hälfte des Tages ist die feste Ambulanz im Stadtteil Manda geöffnet. Die häufigsten gesundheitlichen Probleme, gegen die die Ärzte zu kämpfen haben: Mangel- und Unterernährung,Magen-Darm-Krankheiten, Bronchitis, chronisch obstruktive Lungenerkrankung, Asthma, Hautkrankheiten, Tuberkulose. Herr Dr. Kieferle kann hierzu viel erzälen.

Mehr darüber, viele persönliche Eindrücke und anschauliche Bilder sind in meinem „Reisetagebuch“ aus dem Jahre 2008 zu finden.

Michael Renner und Ursula Großmann



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