Fairtrade-Schule


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Das Gymnasium Immenstadt wird Fairtrade-Schule

 

Das Gymnasium Immenstadt  hat sich in diesem Schuljahr erfolgreich um den Titel „Fairtrade – School“ beworben. Die Vorbereitungen für die Auszeichnungsfeier, die im Rahmen unseres Sommerfestes am 28. Juli stattfindet, sind schon voll im Gange. Die Einladungen sind schon verschickt und das Fairtrade-Team ist schon sehr gespannt auf den „großen Tag“, an dem unserer Schule die offizielle Urkunde überreicht wird.

Mit dem Fairtrade-School- Titel werden Schulen ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise mit dem Thema Fairer Handel beschäftigen. So setzen wir uns dafür ein, dass Menschen in armen Ländern sich mit gerechten Löhnen und unter fairen und nachhaltigen Arbeitsbedingungen eine Existenz aufbauen können. Durch den fairen Handel erhalten Kleinbauernfamilien stabile Mindestpreise und profitieren von langfristigen Handelsbeziehungen. Außerdem haben sie eine bessere Chance für eine selbstbestimmte Zukunft, indem z.B. sie ihre Kinder zur Schule schicken können.

Als Auftakt wurde im vergangenen Herbst am Gymnasium Immenstadt das Fairtrade- Schulteam gegründet, das aus Schülern, Lehrern und Eltern besteht. Gemeinsam wurde beschlossen, das Fairtrade – Angebot an der Schule auszuweiten: Neben dem schon bestehenden Fairtrade-Pausenverkauf, nahm auch z.B. im Lehrerzimmer der Verzehr an Fairtrade – Produkten deutlich zu. Im Unterricht wird der faire Handel in vielen Fächern thematisiert. Wer sich einen Überblick über die vielfältigen Aktionen verschaffen möchte, die in diesem Schuljahr stattgefunden haben, dem empfehlen unseren Fairtrade-Blog:

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Mangos für Kinderrechte

Gymnasium Immenstadt auf dem Weg zur Fairtrade-Schule

Dass es am Gymnasium Immenstadt eine Auswahl an fair gehandelten Produkten in der Pause zu kaufen gibt, ist nicht mehr neu. Auf Initiative der Lehrerinnen Hiltrud Hehl-McLeod und Ursula Großmann wechseln sich engagierte Schülerinnen und Schüler freiwillig am Verkaufsstand ab. Die Problematik unfairer Anbaubedingungen in den Herkunftsländern von Schokolade, Nüssen und Tee bleibt damit nicht nur bei der Theorie stehen. Klar wird auch: Mit jeder Kaufentscheidung hat ein Kunde die Möglichkeit, menschengerechte Produktionsbedingungen zu unterstützen – oder eben auch nicht. Mit den höheren Preisen etwa für einen Schokoriegel werden Kleinbauern unterstützt, Informationszentren für umweltgerechten Anbau eingerichtet oder Rücklagen für Preisschwankungen auf dem Weltmarkt gebildet. Auf diese Weise kann den Produzenten ein verlässlicher Ankaufpreis garantiert werden.

Neu ist nun der Fokus auf eine gelbe Frucht: die Mangoprodukte der Organisation PREDA. Preda steht für People’s Recovery, Empowerment and Development Assistance (Stiftung für Genesung, Stärkung und Entwicklung der Menschen) und organisiert auf den Philippinen, einem Herkunftsland für Mangos, Hilfe für Kinder und Jugendliche. Viele Minderjährige müssen als Prostituierte arbeiten oder werden, wenn sie straffällig geworden sind, mit erwachsenen Schwerverbrechern in überfüllten Gefängniszellen zusammengesperrt. Der Grund für Prostitution und Kriminalität liegt meist in der Armut der Eltern: Können diese ihren Kindern keine Schulbildung ermöglichen, ist der Weg in eine aussichtslose Zukunft vorhersehbar.

An diesem Punkt setzt nun die Organisation Preda an: Mit dem Erlös von einem einzigen Mangobaum zu fairen Bedingungen kann eine Familie das Jahres-Schulgeld für zwei Kinder bezahlen. Preda kauft – im Gegensatz zu rein kommerziellen Händlern – nicht nur die optisch schönsten Früchte, sondern auch alle anderen, die für die Weiterverarbeitung geeignet sind. Aus ihnen entstehen dann Mango-Gummibären, Mango-Smoothies, Mango-Kokosbällchen oder Klassiker wie die getrockneten Mango-Streifen. Weil gerechte Anbaubedingungen und Kinderrechte nicht nur eine Sache des Geographie-Unterrichts sind, gestaltete und verteilte die Klasse 6cd im Religionsunterricht begeistert kleine Aktions-Plakate mit dem Slogan „Mangos für Kinderrechte“ im Schulhaus. Mit Erfolg: In der Pause der Theateraufführung waren die Mango-Streifen erst einmal ausverkauft. Ob es da außer der großen Unterstützungsbereitschaft noch einen anderen Grund gab? Die 12jährige Ebrar ist sich sicher: „Von diesen Mangos kann man einfach nicht genug bekommen!“

 

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