Erziehungspartnerschaften

Erziehungspartnerschaft am  Gymnasium Immenstadt (Stand 09/2015)

 

Basis des Zusammenlebens am Gymnasium Immenstadt ist das im Schuljahr 2010/11 in allen Schulgremien mehrheitlich zustimmend verabschiedete Leitbild, das unsere gemeinsamen Ziele und Anliegen beschreibt. Dieses Leitbild hat Prozesscharakter, muss immer wieder neu verankert und modifiziert werden. Unser Leitbildflyer hat als Grundlage diese Erziehungspartnerschaft (vgl. Flyer)


In unserer Schule sind die Wertschätzung von Personen, Sachen und Lerninhalten und gegenseitiger Respekt im Umgang miteinander Maßstab.

Unser gemeinsam gestaltetes Schulleben soll die Identifikation mit der Schule fördern und so den Schulzusammenhalt stärken.

Wir Eltern und Lehrer sind Vorbilder; dies müssen wir immer wieder auch in entsprechendes Handeln umsetzen.

Wir sind in diesem Sinne Partner bei der Persönlichkeitsentwicklung der uns anvertrauten Kinder, Schülerinnen und Schüler.                                 Wir erkennen die Individualität der jungen Menschen an. Deren Wohl und gute Entwicklung stehen im Zentrum unseres Handelns.  

Werteerziehung und Wissensvermittlung sind die zwei Seiten einer Medaille. Uns sind folgende Werte wichtig: Toleranz, Rücksichtnahme, Freundlichkeit, Ehrlichkeit, Hilfsbereitschaft, Offenheit, Wertschätzung, aber auch Gerechtigkeit, gewaltfreie Konfliktlösung, Solidarität und Umweltbewusstsein.

Wir Lehrkräfte vermitteln die Bildungsinhalte in einer freundlichen Lernatmosphäre effektiv und zeitgemäß. Die Gleichbehandlung der Schülerinnen und Schüler (wird im Folgenden stets unterschieden) sowie Gerechtigkeit in der Leistungsbewertung sind uns selbstverständlich.

Die Schüler nehmen aktiv und interessiert am Unterricht teil und bemühen sich – ebenso wie Lehrer und Eltern - um Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Fleiß, Sorgfalt und Höflichkeit. Die Schüler übernehmen Verantwortung für ihr eigenes Lernen und ihre Leistung.

Grundlage dieser Vereinbarung sind gegenseitiges Vertrauen und gegenseitige Wertschätzung aller Beteiligten.

Qualitätssicherung und Weiterentwicklung des Unterrichts gehören zu den Grundlagen einer guten Schule.

In diesem Sinne fußt unsere Partnerschaft, unser Lern- und Erziehungshaus, auf folgenden drei Bausteinen:

 

 

1.     Wie wir miteinander lernen

 

Das Ziel aller Mitglieder unserer Schulfamilie ist effektives Lernen in vertrauensvoller Atmosphäre. Das bleibt derKern allen schulischen Lebens.

Erfolgreiche Lernprozesse kommen zustande, wenn schulische Lernangebote auch auf intensives Lern­interesse stoßen und vom Elternhaus unterstützt werden. Wir wollen Lernformen weiter­entwickeln. Das heißt, wir Lehrkräfte bringen die Bereitschaft auf, Veränderungen zu wagen. Wir Schülerinnen und Schüler und wir Eltern sind bereit, solche Veränderungen auch anzunehmen und darüber im Gespräch zu bleiben.

Wir Eltern und Lehrkräfte unterstützen unsere Kinder und Jugendlichen dabei, sich zu verant­wortungs­vollen Persönlichkeiten zu           ent­wickeln.

Vier Felder des Bemühens sind für uns entscheidend:

1.      Voraussetzung allen Lernens ist, dass wir Schülerinnen und Schüler grundsätzlich Interesse, Motivation und Lerndisziplin aufzubringen bereit sind.

2.      Die Freiheit bei der Wahl von Lern- und Unterrichtsformen ermöglicht jedem von uns Lehrkräften einen Weg zum gemeinsamen Ziel, auch wenn die Lerninhalte weitgehend vorgegeben sind: Unterrichtsqualität bedeutet, schmackhafte Lern­menüs für genau die Gruppe anzubieten, die wir vor uns haben. Uns ist dabei bewusst, dass wir oft erst den Hunger nach Wissen anregen müssen. Füttern allein hilft nicht! Motivierender Unterricht ist also die Grundlage unserer Bemühungen. Realitäts­bezug, Methodenmix, Offen­heit für Neues sind je nach Fach in unter­schiedlichem Maße dafür hilfreich. Trotz alledem bleibt kontinuierliches Lernen stets mit Anstrengung verbunden.

3.      Dauerhaft motiviert lernen zu können er­fordert aber auch, dass vermehrt indi­vi­du­elles Lernen ermöglicht wird, da wir Jugendlichen unter­schiedliches Interesse, Vorwissen und Lern­tempo mitbringen. Im Klassenverband kann das gelingen, wenn eine Lernumgebung an­geboten wird, in der Neues durch hohe Eigen­tätigkeit zu eigenem Wissen verarbeitet werden kann.                     Dabei wollen wir Lehrkräfte differenziert sowohl fördern als auch fordern. Intensivierung als Frühwarnsystem und durch Förderangebote oder auch ein Flexibilisierungsjahr, Tutorenteams, Lernen lernen, Hausaufgabenbetreuung, Angebote der Begabtenförderung und der Hochbegabung, viel­fältige weitere Nachmittag­san­ge­bote wie Wahlkurse aus dem Bereich Musik, Sport und Kunst, aber auch Methodentraining, Eigenverantwortliches Lernen und Arbeiten (EVA) sowie Moodle bzw. heute MEBIS ergänzen unser schulisches Kernangebot, sollen unterstützen und helfen, aber auch Talente und Interessen vielseitig fördern.

4.      Wie viel Nahrung muss sein? Unser Ziel ist es, das fest zu verankern, was als essentiell gelten kann. Wir gehen als Lehrkräfte von dem aus, was ihr  Schülerinnen und Schüler euch dauerhaft merken müsst, um das mit eurer Entscheidung für das Gym­na­sium selbst definierte Ziel – die Hoch­schul­reife - zu erreichen. Dazu ge­hört, Wissen nicht nur zu vermitteln, sondern in fächer­übergreifendem Unterricht auch zu ver­netzen und zu vertiefen. Nachhaltiges Lernen dient der Stärkung der Fach-, Methoden- und Sozialkompetenz.

Legende zur Graphik: S = Schüler/ U = Unterricht

 

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2.     Wie wir miteinander umgehen

  1. Der Umgang miteinander

Ein respektvoller Umgang, geprägt von gegenseitiger Wertschätzung, ist der Grund­­stein für unser Schulklima. Wir sind uns bewusst, dass eine wohlwollende Grundein­stellung von Eltern, Lehrkräften sowie Schüler­innen und Schülern das Schulklima positiv beeinflusst. Beschimpfungen, herab­lassen­des Verhalten und körperliche Gewalt haben hier keinen Platz.

Toleranz, Rücksichtnahme, Ehrlichkeit, Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft schaffen die passende Atmosphäre der Offenheit, in der sich alle Mitglieder der Schulgemeinschaft wohlfühlen.

Rückmeldungen und Vorschläge von Schülerinnen, Schülern, Lehrkräften, Eltern und allen anderen am Schulleben beteiligten Personen werden ernst genommen.

Die generelle Wertschätzung gegenüber Schule schlägt sich auch im pfleglichen Umgang mit der Einrichtung der Schule nieder.               Die gemeinsam formulierten Re­geln für das Mitein­ander (Leitbild, Hausordnung u.a.m.) haben Schutz- und  Rahmen­funktion.

Wir wünschen uns, dass diese Art des wert­schätz­enden Umgangs miteinander auch außer­halb der Schule gepflegt wird.

b.      Die Entwicklung von Sozialkompetenz

Im Umgang miteinander soll zudem – im Sinne von oben – ständig das angemessene Sozialverhalten gestärkt und entwickelt werden. Neben der pädagogischen Arbeit der Fachlehrkräfte und der Klassenleiterinnen und Klassenleiter, den regelmäßigen Wandertagen und dem Skitag im Winter sowie den regelmäßigen Schulgottesdiensten, dienen vielfältige weitere außerunterrichtliche Projekte und Aktionen diesem Ziel. Wir haben dazu an der Schule einen „bunten Strauß“ an Maßnahmen und Projekten. Zum Beispiel: „Zeit für uns“ (ZfU), das Sozialkompetenztraining der Schulsozialarbeiterin, das Tutorensystem, die Streitschlichter/innen, Schulfeste und Schulkonzerte (Weihnachten, Schuljahresende), die Verkehrserziehung der Bundespolizei und anderes mehr. Wir sind „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ (SOR/SMC) und demnächst „Fair-Trade-Schule“. Besonders zu erwähnen sind die sozialen Tage und Benefizaktionen, die wir zugunsten unserer Partnerschaften mit dem Kinderhospiz Bad Grönenbach, den Slumschulen in Dhaka/Bangladesch (German Doctors) und einer Dorfschule in Haiti (Franziskaner) alljährlich sehr erfolgreich durchführen. Abgerundet wird dies alles von Austauschprogrammen nach Bulgarien und Frankreich, von unseren Schulfahrten wie den Schullandheimaufenthalten der 5. Jahrgangsstufe, dem Skilager der 7. Jahrgangsstufe, den Tagen der Orientierung bzw. Einkehrtagen der 10. Jahrgangsstufe und den Oberstufenfahrten (Berlin, London, Dublin u.a.m.) sowie unterschiedlichen Exkursionen, z. B. nach Dachau, zur Synagoge nach Augsburg oder Musik- und Theaterfahrten.

 

3.     Wie wir mit Konflikten umgehen

Am Gymnasium Immenstadt legen wir Wert auf …

eine Kommunikation, die von Respekt, Mut, Fairness und Ehrlichkeit geprägt ist. Deshalb wollen wir mitein­ander anstatt übereinander sprechen, wollen Konfliktlösung statt „Bestrafung“, wollen beurteilen statt verurteilen, aber erst, wenn alle Parteien zu Wort gekommen sind.

Am Gymnasium Immenstadt schauen wir nicht weg, wenn …

>   Ungerechtigkeiten geschehen

>   ausgegrenzt wird

>   Angst entsteht

>   gemobbt wird

        >   sich jemand unwohl fühlt

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Deswegen bieten wirbei persönlichen, schulischen oder zwischenmenschlichen Problemen vielfältige Möglich­keiten an,Hilfe und Unterstützung zu bekommen,nachdem möglichst, im Sinne der Selbstregulation, ein erstes Gespräch zwischen den Betroffenen stattgefunden hat.

Folgende Ansprechpartner (in alphabetischer Reihen­folge) stehen für Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrer auch per E-Mail oder über das Sekretariat zur Verfügung:

>  Beratungslehrkraft

>  Elternbeirat

>  Klassenleitung

>  Klassensprecherteams

>  Kontaktlehrkraft für die 5. Klassen

>  Oberstufenkoordinatoren

>  Pädagogische Stufenbetreuer

>  Personalrat

>  Schulbusbegleiterinnen und -begleiter

>  Schulleitungsteam

>  SMV/ Schülersprecherteam

>  Schulpsychologin

>  Schulsozialarbeiterin

>  Streitschlichterteams (in Zusammenarbeit mit der

    Knabenrealschule)

>  Tutorinnen und Tutoren

>  Verbindungslehrkräfte

                                                          

                                                              

Pädagogische Maßnahmen sind keine Strafen, sondern wollen Fehlverhalten aufdecken und benennen, damit eine positive Änderung des Verhaltens erfolgen kann. In diesem Sinne werden schriftlich erfasste Regelverstöße und damit verbundene Maßnahmen im laufenden Schuljahr – im Sinne einer nachhaltigen Pädagogik – im Schülerakt als Kopie verwahrt. Eine Listenaufstellung für jedes Schuljahr (zum Beispiel Liste aus dem Notenmanager) verbleibt auf Dauer im Schülerakt.

Diese Maßnahmen lassen sich in zwei Rubriken aufteilen:

  1. die rein pädagogischen Maßnahmen von Ermahnung bis Hinweis
  2. die Ordnungsmaßnahmen von Verweis bis Entlassung (vgl. BayEUG § 86 ff)

 

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